"Gegen Druck - gegenDRUCK"

Der Richterratschlag 2013 findet vom 08. bis 10. November 2013 in Dresden statt.

Wir Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte, so die erste Ausgangsthese zum 39. Richterratschlag, geraten zunehmend unter Druck.

Die Richterschaft, so die zweite Ausgangsthese, ist oft nicht in der Lage, mit diesem Druck adäquat umzugehen. Zum einen nehmen wir Überforderungssituationen vor dem eigenen Selbstverständnis richterlicher Unabhängigkeit nicht immer richtig wahr, zum anderen fehlt es uns als einer Berufsgruppe von Individualisten an Fertigkeiten, uns vor Druck zu schützen und, wo notwendig, uns so zu organisieren, dass wir als Richterschaft wirkungsvoll agieren können.

Wir wollen daher der Frage nachgehen, wie sich die Bedingungen, unter denen wir als Richter und als Staatsanwältinnen arbeiten, verändert haben, so dass viele von uns das Gefühl haben, der Druck nehme zu. Welche Möglichkeiten haben wir, mit Belastungen und Überforderungen umzugehen? Wie können wir auf diejenigen Faktoren Einfluss nehmen, die unsere Arbeit belasten? Wie lassen sich Überlastungen und Burn-out rechtzeitig erkennen, welche Verantwortung tragen wir unseren Kolleginnen und Kollegen gegenüber, und wie können wir Justizverwaltung und Gesetzgeber dazu bringen, ihre Verantwortung für die Justiz wahrzunehmen?

In die Thematik einführen wird am Freitagabend Frank Bsirske, Vorsitzender von Ver.di. Am Samstag werden wir einzelne Aspekte in den Arbeitsgruppen behandeln:

Veranstaltungsort:

Kultur- und Kongresszentrum "Wechselbad",
Maternistr. 17,
01067 Dresden-City, Nähe Hbf.

Unterkunft und Verpflegung (außer 9.11.13 abends) im Jugendgästehaus Dresden gegenüber in der Maternistr. 22, Tel.: 0351-492620 (Buchung des Zimmerkontingents auf den Namen Howald): Nur Einzelzimmer, davon 100 Zimmer mit Dusche/WC, kein Luxus, einfacher, ordentlicher Standard, höher als in JH.
Wer auf Luxus keinesfalls verzichten möchte: Unterkunft im nahen 4-Sterne-Hotel "Elbflorenz" möglich, Preise derzeit noch 152-172 € für 2 Nächte. Tel.: 0351-86400.
Kostengünstigere Hotels (für Fälle der Überbuchung des Jugendgästehauses vorgesehen) weiter entfernt (ca. 20 Gehminuten).